JAKOB & LUISE

Alte Jakobstraße 89, 10179 Berlin


Übersicht

„Jakob & Luise“ – ein Baugruppenprojekt am Luisenstädtischen Park in Berlin Mitte

Merkmale

Urbanes innerstädtisches Wohnen im Neubau
Offene Grundrisse, terrassenartige Balkone,  Landschaftsgarten
Alle Ebenen zum Wohnen oder Arbeiten oder kombiniert nutzbar
Alle Grundrisse komplett variabel (Lage der Versorgungsbereiche als Empfehlung vorgegeben)
Größen von 50–152 m²
Carport

Projektumfang: 10 Wohneinheiten
Projektstatus: Baufertigstellung 2011

 

Die Geschichte von Jakob und Luise
So ganz genau weiß man nicht, wer der alte Jakob war, der dieser alten Straße Berlins den Namen gab, deren Bebauung schon im 17. Jahrhundert begann und die bereits auf einer Karte aus dem Jahr 1716 unter dem Namen Jacobs Straße verzeichnet ist. Die Mehrheitsmeinung verweist auf das Alte Testament und darauf, dass der Namensgeber Jakob sei, der Stammvater Israels und der Sohn Isaaks. Die Minderheitsmeinung meint, dass der Straßenname auf den Bürger Jakob Stücker zurückzuführen sei, der hier einen lehmigen Trampelpfad zwischen Wiesen und Wassergräben vor dem Festungsgraben für den Straßenbau zur Verfügung gestellt hätte.

Viel eindeutiger ist es mit Luise. Die Königin und beliebte Landesmutter gab einem neuen Stadtteil zwischen dem mittelalterlichen Festungsgraben und der Stadtmauer sowie der Akzisemauer ihren Namen: Luisenstadt. Der Name ist zwar verschwunden und die Luisenstadt heute ein Teil von Berlin-Mitte und ein Teil von Kreuzberg. Geblieben aber ist der Luisenstädtische Park mit den Resten der ersten – 1736 gebauten – hölzernen Kirche Berlins, die bis zu ihrer Zerstörung im 2. Weltkrieg das Herzstück der alten Luisenstadt gewesen war.

Als die Berliner Mauer errichtet wurde, lag der Park unmittelbar an der Mauer und wurde deshalb teilweise abgeholzt, um als Schussfeld zu dienen. Nach dem Fall der Mauer erinnerte man sich wieder der historischen Bezüge dieses für über 40 Jahre von der Geschichte abgeschnittenen und von ihr doch bestimmten Ortes. Dass dieser Park ursprünglich der Friedhof der Petrikirchengemeinde war, daran erinnert heute eine kleine Gedenkstele an Wilhelm Friedemann Bach, den ältesten und eigensinnigsten Sohn von Johann Sebastian Bach, der 1784 hier beerdigt wurde. „Er verweigerte die Rolle als Untertan“, ist in Aufzeichnungen über ihn zu lesen.

die Lage


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Das Grundstück verknüpft Zentrumsnähe mit Wohnen am Park. Die Alte Jakobstraße zeichnet den Verlauf der mittelalterlichen Stadtgrenze Berlins nach und liegt heute in der Mitte der Stadt.

Der U-Bahnhof Spittelmarkt (U 2) ist fußläufig in weniger als 5 Minuten erreichbar. Von hier aus gelangt man bequem und direkt zum Alexanderplatz (3 Stationen), Potsdamer Platz (4 Stationen) und Zoologischen Garten (10 Stationen).

Die Entwicklung und Rekonstruktion des nordöstlich angrenzenden Bereiches ist nahezu abgeschlossen. Die Wallstraße wird gesäumt von Hotels, historischer Wohnbebauung sowie Botschaften und führt zum historischen Hafen.

Der nordwestlich anschließende Spittelmarkt soll durch eine Mantelbebauung wieder seine historische Form zurückgewinnen.

Überquert man die den Potsdamer Platz mit dem Alexanderplatz verbindende Leipziger Straße gelangt man auf den Friedrichswerder mit dem auswärtigen Amt und zahlreichen Einrichtungen von Medien- und Fernsehstationen sowie zum Gendarmenmarkt und weiter zum Boulevard Unter den Linden.

Das westlich angrenzende Umfeld ist die letzte innerstädtische Freifläche Berlins, auf der eine Bebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern erfolgt. Mehrere Bauvorhaben sind hier bereits in Vorbereitung.

das Haus

Bei dem Bauprojekt handelt es sich um die Schließung einer gut 13m breiten Baulücke zur Alten Jakobstraße. Das Gebäude erstreckt sich auf eine Tiefe von 15m im vorderen Teil der Parzelle. Der daran anschließende Carport (Stellplatzbereich)  ist mit einem vollständig bepflanzten Dach ausgestattet, das integraler Bestandteil des gesamten landschaftsgärtnerisch gestalteten Hofgartens für die gemeinsame Nutzung ist. Die Wohnung im 1. Obergeschoss hat über das Gründach einen ebenerdigen Gartenzugang sowie einen privaten, unmittelbar an die Wohnung angrenzenden Gartenteil.

Die Architektur des Gebäudes versteht sich als Antwort auf die benachbarten Neubauten. Die plastische Gliederung der Fassade mit tief eingeschnitten großformatigen Öffnungen vermittelt in seiner massiven Anmutung Solidität und Dauerhaftigkeit, wie sie traditionelle Bauformen etwa mittelalterlicher Stadthäuser typisch waren und kontrastiert zur oft flachen Architektur heutigem Datums. Um dies zu unterstreichen wird die gesamte Fassade homogen aus einem Material in dunklem Putz erstellt. Nur die rhythmische Aufteilung der jeweils quadratischen Fensterflächen in drei unterschiedlich großen Abmaßen setzen den gestalterischen Akzent. Als Besonderheit tritt im 5. Obergeschoss ein Erker hervor, der Bezug nimmt auf die durch ein Denkmal  im gegenüberliegenden Park besetzten Achse.

Das Gebäude besteht aus einem Erdgeschoss und sieben Wohngeschossen. Jedes Geschoss hat ca. 140m² Wohnfläche, die entweder als eine Wohnung genutzt oder in zwei Einheiten zu 50 und 90m² aufgeteilt werden können. Die beiden obersten Geschosse sind als Maisonetten mit jeweils ca. 120m² konzipiert. Die lichte Raumhöhe beträgt 3m. Die gesamte Ebene wird von tragenden Wänden freigehalten um völlig individuelle Grundrisse zu ermöglichen: Loftartige, fließende Grundrisse sind genauso möglich wie eine konventionelle Raumaufteilung oder eine Mischung aus beidem. Zur süd-östlich gelegenen Parkseite erhalten die Wohnungen eine Loggia bzw. in den oberen Geschossen Terrassen. Die über 15m² großen gartenseitigen Balkone liegen in der Nachmittags- und Abendsonne.

Die mit einem Tor verschlossene zweigeschossige Durchfahrt bildet im Stil der spätmittelalterlichen Tuchmacherhäuser – wie man sie beispielsweise in Görlitz findet – eine großzügige, halbprivate Eingangshalle, von der aus man über eine Freitreppe in das höhergelegene repräsentativ und modern gestaltete Treppenhaus gelangt. Mit dem geplanten Aufzug oder über die Treppe erreicht man die Wohnungen in den jeweiligen Etagen. Jeder Wohneinheit ist ein ausreichender Kellerraum zugeordnet. Die Flächen befinden sich im Souterrain.

Ausstattung
Raumhöhen 3m, Parkettfussboden, Loggia, 3x3m große Fenster auf der Südseite (zum Park hin), Balkone, im 5. + 6. OG Terrassen, Aufzug, gehobene Sanitärausstattung, Fernwärme, besonders gestaltete Gartenanlage

Wohn- und Gewerbeeinheiten

Galerie

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